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Bänder-/ Muskelriss

Wer kennt das nicht? Einmal unaufmerksam über einen Stein gestolpert und schon ist man schmerzhaft umgeknickt. Glücklicherweise verschwindet der Schmerz meist nach einigen Minuten, aber auch ein Bänderriss kann die Folge sein.

Mit kybun können Sie Ihren Fuß propriozeptiv trainieren und so einer Verletzung vorbeugen. Ist der Muskel-Sehnen-Bandapparat bereits geschwächt oder verletzt, hilft Ihnen kybun in der Rehabilitation beim Wiederaufbau der Kraft, Koordination und Beweglichkeit.

Den ganzen Tag auf den Beinen sein und abends trotzdem entspannt heimkommen. Für viele Menschen in stehenden Berufen eine Traumvorstellung.

 

 

Definition

Bänder sind feste Verbindungen zwischen Knochen, bestehen aus festem Bindegewebe und stabilisieren das dazwischenliegende Gelenk. Fast jedes Gelenk ist auf diese Art gesichert, aber bei einigen Gelenken werden die Bänder durch unsere Bewegungen stärker beansprucht als bei anderen und sind deshalb bei bestimmten Bewegungen verletzungsanfälliger.

Man kann sich gut vorstellen, das Bänder an Knie und Bein durch unser Gewicht zusätzlich beansprucht werden und das dort eine unglückliche Bewegung folgenschwerer ist als an Arm oder Schulter.

Genau wie Bänder sind auch Sehnen aus festem Bindegewebe, aber sie befestigen die Muskeln am Knochen. Sie sind unterschiedlich lang und können die Muskelkraft über größere Strecken übertragen.

Bänderriss, Bandruptur oder Bandverletzung bezeichnet die teilweise bis vollständige Zerreissung (Ruptur) eines Gelenkbandes.

Als Beschwerden bestehen typischerweise ein lokaler Schmerz, charakteristische Funktionsausfälle und je nach Lokalisation typische Phänomene wie Gelenkaufklappbarkeit oder ein Schubladenphänomen.

Typische Bandverletzungen:

  • Außenbandruptur des oberen Sprunggelenkes
  • Seitenbandriss am Knie
  • Kreuzbandriss am Knie
  • Riss des ulnaren Seitenbandes im Rahmen einer Ellbogenluxation
  • Seitenbandruptur des Daumens im Daumengrundgelenk („Skidaumen“)
  • Komplexer Bänderriss in der Handwurzel

Von einer Teilruptur spricht man, wenn ein Gewebe teilweise gerissen ist. Man sagt dann auch, es ist angerissen. Meist ist damit gemeint, dass ein Band oder eine Sehne angerissen ist.

Der Muskelfaserriss ist eine Sportverletzung, bei der es nach einer stärkeren Belastung zum Zerreissen von Muskelgewebe kommt. Im Gegensatz zur Muskelzerrung lässt sich eine Strukturveränderung mit Zerstörung von Muskelzellen und eine Einblutung erkennen. Meistens sind Waden- und Oberschenkelmuskulatur betroffen.

Unter den verschiedenen Formen von Muskelverletzungen stellt der Muskelriss die schwerwiegendste dar – Muskelkater, Muskelzerrung und Muskelfaserriss sind im Vergleich zum vollständigen Abriss eines Muskels weit weniger folgenschwer. Läufer, die einen Muskelriss erleiden, sind in der Regel nicht mehr in der Lage, das betroffene Bein zu bewegen – geschweige denn weiter zu laufen.
Von Muskelrissen sind vor allem Sportler wie Kurzstreckensprinter, Tennisspieler und Fußballer betroffen, die ihre Oberschenkelmuskulatur bei gleichzeitiger maximaler Belastung ganz plötzlich anspannen müssen.
Ursachen, Symptome, Diagnose, Therapie und Vorbeugung des Muskelrisses sind dieselben wie beim Muskelfaserriss.

Muskelzerrung, Muskelfaserriss und Muskelriss beruhen auf demselben Mechanismus und unterscheiden sich nur durch das Ausmaß der Muskelschädigung. Bei einem Muskelfaserriss sind viele Muskelfasern gerissen, meist ein ganzes Muskelfaserbündel. Kleine Risse wirken sich nicht spürbar auf die Leistungsfähigkeit aus und sind bei jedem Training üblich.

 

Ursachen

Bei einem Bänderriss (auch Bandruptur genannt) ist die Kraft, die auf das Band einwirkt, so groß, das das straffe Bindegewebe zerreißt.

Da das Bindegewebe eines Bandes normalerweise sehr kräftig ist, entsteht ein Bänderriss nur, wenn unverhältnismäßig viel Kraft auf das Band einwirkt. Leider sind wir durchaus in der Lage, diese Kraft mit unserem Körpergewicht aufzubringen – sei es bei einem Sturz auf die Hand, einer falschen Bewegung mit dem Knie oder dem Fuß.
Theoretisch kann jedes Band in unserem Körper reißen, aber in der Praxis sind Bänderrisse am Fuß – sie betreffen das obere Sprunggelenk – oder das Knie am häufigsten. In den letzten Jahren kann man außerdem häufiger einen Bänderriss am Daumen, den so genannten Skidaumen, beobachten.

Die Ursache für das Auftreten eines Muskelrisses liegt bei Joggern meist in der übergroßen Dehnung und maximalen Belastung eines nicht genügend aufgewärmten Muskels. Kalte Witterung und eine Neigung zu Muskelverhärtungen können Muskelrisse begünstigen.

Des weiteren können Muskelverletzungen entstehen wenn sich der Sportler schlecht aufgewärmt hat und Muskulatur überlastet wird, die ungenügend trainiert ist. Außerdem begünstigen abrupte und unkoordinierte Bewegungen, Absprünge, eine falsche Technik, schlechte Ausrüstung oder ungewohnte Bodenbeschaffenheit das Auftreten von Muskelfaserrissen. Auch körperliche Einschränkungen wie z.B. verminderte Dehnfähigkeit, mangelnde Durchblutung oder höheres Alter können dazu führen, dass der Muskel einer Überdehnung und ungleichmäßigen Belastung nicht standhalten kann.

Bedenken Sie ebenso, dass die Muskulatur bei längeren Anstrengungen ermüdet und der Körper viel Flüssigkeit und Elektrolyte verliert. Werden diese Verluste nicht rechtzeitig ausgeglichen und die Muskulatur entspannt, kann es leicht zu Muskelfaserrissen kommen. Beliebte Stellen hierfür sind die gesamte Oberschenkel-, Leisten- und Wadenmuskulatur.

Ferner können auch von außen zugeführte Verletzungen (z.B. Unfälle, Schläge und Tritte) einen Muskelfaserriss auslösen.

 

Langzeitfolgen

Wenn ein Bänderriss nicht erkannt wird und das Band nicht wieder zusammenheilen kann, kann das Gelenk chronisch instabil werden. Am oberen Sprunggelenk führt das zu einem vermehrten Umknicken mit dem Fuß, am Knie zu Schmerzen und Ganginstabilität.

Bei Unterlassen einer geeigneten Erstversorgung (PECH) nach einer Muskelverletzung drohen ausgehend von verletzten Gefäßen Einblutungen in die Muskelmasse. Die dadurch entstehenden Hämatome (Bluterguss) innerhalb des Muskels können die Bildung von Narbengewebe induzieren und somit den natürlichen Bewegungsablauf behindern und die Belastbarkeit deutlich reduzieren. Auch aus diesem Grund ist es wichtig nach einem Muskelfaserriss eine Pause von sportlichen Aktivitäten einzuhalten.

 

Konventionelle Therapie

Die Therapie einer Bandruptur richtet sich nach der Größe der Verletzung und Lokalisation. Kreuzbänder werden bei jungen, sportlichen Leuten meist operiert während man bei Bandverletzungen des oberen Sprunggelenkes zurückhaltend ist. Operiert wird hier nur noch bei Sportlern, wenn alle drei Aussenbänder gerissen sind.

Wenn möglich wird zuerst eine konservative Therapie verordnet und wenn diese nicht anschlägt, muß höchstwahrscheinlich operiert werden. Die konservative Therapie beinhaltet:

Neben Entlastung, einem abschwellenden Salbenverband und Schonung wird das Gelenk mit einer Schiene oder gut gewickelten Tape-Bändern stabilisiert. Krankengymnastische Übungen (Physiotherapie) werden frühzeitig eingesetzt, um die Muskulatur zu Trainieren und die Propriozeption/ Koordination zu verbessern.

Trotz anfänglich starker Schmerzen nach einer Muskelverletzung klingen die Beschwerden unter Kühlung, Ruhe und entspannter Haltung nach einigen Tagen fast immer wieder von selbst ab. Falls Blutgefäße verletzt wurden und es infolgedessen zu einem Bluterguss gekommen ist, kann es etwas länger dauern.

Wichtig ist, dass Sie möglichst bald nach einem Muskelfaserriss die PECH-Regel anwenden. Diese steht für:

P: Pause
E: Eis
C: Compression
H: Hochlagerung

Wenn möglich, werden Muskelverletzungen konservativ, unter anderem mit Physiotherapie, behandelt.

Operiert wird ein Muskelfaserriss normalerweise nicht. Sollte der Riss aber beispielsweise mehr als ein Drittel des Muskelquerschnitts betreffen, die Einblutung zu stark sein oder es zu einem kompletten Funktionsausfall des Muskels gekommen sein, wird der Muskel operativ wieder zusammengenäht. Auch bei Leistungs- und Berufssportlern, die schnell wieder einsatzfähig sein müssen oder bei Patienten, die dies ausdrücklich wünschen, wird ein Muskelfaserriss meist im Rahmen einer Operation behandelt.

 

kybun Wirkungsprinzip – Proaktiv handeln

Nach einer Band- oder Muskelverletzung der unteren Extremitäten ist es wichtig, sobald die akuten Schmerzen abgeklungen sind und die Schwellung zurückgegangen ist, mit dem aktiven Propriozeptionstraining zu beginnen um die Fußkoordination zu verbessern. Nach einer Fuß-Verletzung ist diese immer gestört und es ist wichtig, dass diese Störung schnell behoben wird um Folgeverletzungen der Füße zu vermeiden.

Durch das weich-elastische Material der kyBoot-Sohle und des kyBounders werden die Stöße des harten Bodens absorbiert. Dadurch ist das kybun-Training schonend und Sie können schon früh nach der Verletzung damit beginnen. Im akuten und frühen subakuten Stadium eignet sich besonders der kyBounder, da hier die Übungen gezielt angepasst werden können.

Auf der weich-elastischen kyBoot-Sohle/ kyBounder kann sich der Fuß frei in alle Richtungen natürlich bewegen. Dadurch wird der Fuß gezwungen sich mit seiner Muskulatur zu stabilisieren. Bei jedem Schritt finden im Fuß kleine Bewegungen statt, die den Fuß sukzessiv stärken. Durch dieses intensive Training wird die Fuss-Koordination/ Propriozeption deutlich verbessert und Sie fühlen sich stabiler und sicherer. Sie werden schon nach wenigen Anwendungen einen Unterschied feststellen.

Eine gute Fußstabilität ist die Basis für eine achsengerechte Belastung der darüberliegenden Gelenke wie Knie, Hüfte und Rücken. Sind die Füße gut trainiert, treten weiter oben, in den anderen Gelenken und Muskeln, weniger häufig Überlastungen und Verletzungen auf. Sie können mit kybun die gesamte Fuß- und Beinmuskulatur trainieren.

Durch die feinen Bewegungen auf dem weich-elastischen Material wird die Beweglichkeit des Fußes sowie die Durchblutung verbessert. Besonders nach einer Fußverletzung ist dies sehr wichtig um Verklebungen und Narbenbildung zu vermeiden und die Heilung zu fördern.

Bitte halten Sie sich an die Belastungs-Vorgaben der Arztes! Bei einem Muskelriss werden oft mehrere Wochen Ruhe verordnet, damit der Muskel zusammenwachsen kann und seine Funktion zurückgewinnt.

 

Erstreaktionen

Spezifische Erstreaktionen bei einer Band-/ Muskelverletzung der unteren Extremitäten:

Am Anfang kann es passieren, dass Sie sich auf der kyBoot-Sohle oder dem kyBounder sehr instabil fühlen und das Gefühl haben, seiltich abzukippen. Dies ist völlig normal und ein Zeichen, dass Ihre Füße instabil sind und trainiert werden müssen. Nach einer Verletzung muß ihr Körper langsam wieder Vertrauen zurückgewinnen; die Muskeln fühlen sind anfangs oft wie "blockiert/ gelähmt" an und gehorchen einem nicht so recht. Das ist eine normale Schutz-Reaktion des Körpers und hilft Ihnen, die richtige Dosierung (Steh-/ Tragdauer) für sich zu finden.

Das weich-elastische Material fühlt sich anfangs oft sehr wackelig an, dies wird aber weniger, sobald Ihre Füße mehr Stabilität haben. Bitte befolgen Sie die Tipps unter "Anwendungstipps" und lassen Sie sich vor Ort von einem kybun-Händler beraten, falls sich die Erstraktionen nicht verbessern.

Für allgemeine Erstreaktionen bei kyBounder und kyBoot Neueinsteigern, klicken Sie hier: Erstreaktionen

 

kybun-Übungen

Für Informationen zu den kyBoot Spezialübungen und den kyBounder Grundübungen klicken Sie bitte hier: kybun Übungen

 

Anwendungstipps

  • Anfangs ist es sehr wichtig, die richtige Dosierung zu wählen, sprich die kyBoot-Tragzeit/ kyBounder-Stehzeit persönlich anzupassen. Gehen Sie anfangs lieber kürzere Distanzen in einfachem Gelände, damit sich Ihr Körper an des anspruchsvolle Gehen im kyBoot/ Stehen auf dem kyBounder gewöhnen kann.
  • Steigern Sie die Tragdauer langsam nach Gutdünken, bis Ihre Füße genügend Kraft und Koordination haben im kyBoot über mehrere Stunden am Stück zu Gehen. Bei manchen Leuten ist dies bereits nach wenigen Tagen möglich, andere benötigen länger, das ist sehr individuell.
    Der kyBoot ist ein Trainingsgerät und kann später, muß aber nicht, zu einem Alltagsschuh werden.
  • Achten Sie auf dem kyBounder/ im kyBoot auf eine korrekte Fußposition. Dies bedeutet, dass der Fuß gerade auf dem weich-elastischen Material stehen sollte und weder nach innen oder außen abknickt. Wenn die Füße auf dem kyBounder/ im kyBoot nach innen oder außen knicken, ist das meistens kein Fehler von kybun, sondern eine Schwäche des Fußes, welche durch Training langsam abgebaut werden muß. Sie merken sofort, wenn Sie Ihre Füße einseitig belasten, denn die Sohle gibt an der betreffenden Stelle nach.
  • Versuchen Sie sich auf die Fußstellung zu konzentrieren und ein seitliches Abkippen zu korrigieren. Dadurch kräftigen Sie Ihre Fußmuskulatur und werden mit der Zeit nicht mehr seitlich kippen. Beachten Sie, das sich Ihr Körper nicht verkrampft.
  • Achten Sie darauf, dass Sie keine allzulangen Schritte machen, dadurch ist es einfacher, den Fuß über der kyBoot-Sohle zu stabilisieren und die Tendenz zum seitlichen Abkippen nimmt ab.
  • Wenn ein aufrechtes Gehen im kyBoot nicht mehr möglich ist oder wenn Sie bemerken "neben dem Schuh zu stehen" und dies nicht mehr korrigieren können, ist dies ein Zeichen, das der Körper ermüdet und Sie eine kurze kyBoot-Pause einlegen sollten.
  • Bei schwacher Fußmuskulatur kann es beim ersten kyBoot Sinn machen, ein Modell mit einer Sohle der 2. Generation zu erwerben. Diese Sohle ist etwas stabiler im Mittelfußbereich. (Bitte fragen Sie Ihren kyBoot Händer für weitere Informationen).
  • Probieren Sie verschiedene kyBoot-Modelle; einige höher geschnittene Modelle verleihen mehr Stabilität.
  • Wenn Sie sich im kyBoot gehend trotzdem zu unsicher fühlen, ist der kyBounder das ideale Trainingsgerät um die Fußmuskulatur sorgfältig aufzubauen. Bitte lassen Sie ihrem Körper Zeit und geben Sie nicht zu schnell auf.
    Der kyBounder ist in 3 unterschiedlichen Dicken erhältlich; dadurch können Sie die Dicke wählen, bei der es Ihnen am wohlsten ist (je dicker-desto instabiler-desto intensiver das Training).
    Zusätzlich haben Sie auf dem kyBounder die Möglichkeit, falls Sie zusätzlichen Halt benötigen, sich an einem festen Gegenstand festzuhalten.

 

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