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Achillessehnenprobleme

Achillessehnenbeschwerden können hartnäckig sein, die Therapie ist oft langwierig. Eine entzündete oder verletzte Achillessehne muss bei der Ursache behandelt werden, um die Symptome langfristig zu lindern oder zu beseitigen.

Fasciitis plantaris (Fersensporn) hängt sehr eng mit Problemen in der Achillessehne oder Wadenmuskulatur zusammen. Da die Plantarfaszie in die Achillessehne und Wadenmuskulatur übergeht, kann die Ursache der Schmerzen u.a. an diesen 3 Orten liegen. Meistens haben sich Hinkmechanismen eingeschlichen und der gesamte Körper ist aus dem Lot geraten. Daher ist es wichtig, dieses Problem ganzheitlich zu therapieren, das heißt, den ganzen Körper (Kopf bis Fuß) in das Training einzubeziehen.

Im kyBoot oder auf dem kyBounder kann der Fuß natürlich abrollen und sich frei in alle Richtungen bewegen. Dadurch wird die Achillessehne mobilisiert und Verklebungen in der Sehne werden dadurch gelöst. Zusätzlich wird die Durchblutung angeregt was die Heilung, in der schlecht durchbluteten Sehne, beschleunigt.

Nach einer schweren Achillessehnen-Operation hat der in Interlaken lebende Duc Huynh kein Gespür mehr im Fußgelenk.

 

 

Definition

Die Achillessehne (Tendo calcaneus oder Tendo Achillis) ist die gemeinsame Endsehne des dreiköpfigen Wadenmuskels (Musculus triceps surae), bestehend aus dem zweiköpfigen Waden- (Musculus Gastrocnemius) und dem Schollenmuskel (Musculus soleus), zur Ferse.

Die Achillessehne ist die dickste und stärkste Sehne des Menschen. Sie setzt ganz hinten oben auf dem Tuber calcanei des Fersenbeins (Calcaneus) auf der gesamten Breite dieses Knochenvorsprungs an. Dann verläuft sie, etwas dünner werdend, gerade nach oben, hat ihre schmalste Stelle etwa 4 cm über dem Ursprung, um ab dort wieder kontinuierlich breiter zu werden.

Akute Achillessehnenentzündung/ Achillodynie
Eine Achillessehnenentzündung ist eine typische Laufverletzung. Sie tritt oft bei zu hohen Trainingsintensitäten bei Läufern auf, die den Trainingsumfang und/oder -intensität zu schnell steigern. Studien zufolge sind Männer häufiger betroffen als Frauen.
Diffuse, dumpfe oder stechende Schmerzen (vor allem nach dem Aufstehen: Anlaufschmerz) im Bereich der Achillessehne, meist jedoch direkt am Ansatz am Fersenbein, sind die Hauptsymptome einer Achillessehnenentzündung.

Chronische Achillessehnenentzündung
Bei chronischem Verlauf einer Achillessehnenentzündung (Beschwerdedauer > 6 Monate) kommt es zu tastbarer Knotenbildung durch vernarbtes Gewebe.

Achillessehnenriss/Ruptur, -Teilriss/Teilruptur
Die Achillessehne ist Belastungen von 60–100 N/mm² gewachsen, das entspricht bei 80 mm² Fläche einer Tragfähigkeit von bis zu 800 kg. Ein Riss der Achillessehne bei plötzlicher Anspannung des Musculus triceps surae tritt daher meist nur bei Vorschädigung durch Über- und Fehlbelastung ein. Die Sehne erfährt dabei immer wieder kleinere Verletzungen, die die Blutversorgung des Gewebes stören und so zur Degeneration der Festigkeit führen. Diese Veränderungen wirken sich am stärksten in einem Bereich 2–6 cm oberhalb des Ansatzes aus (sogenannte „Achillessehnentaille“), wo die Sehne am schlechtesten versorgt ist, und wo meistens auch der Riss erfolgt. Die Sehne reißt dann plötzlich mit einem lauten, peitschenknallähnlichen Geräusch. Die Plantarflexion ist danach nur noch sehr eingeschränkt möglich.

 

Ursachen

Eindeutige Ursachen der Achillessehnenentzündung sind trotz intensiver Forschungsbemühungen bis heute nicht bekannt. Die Achillessehne fängt mit jedem Schritt ein Mehrfaches des Körpergewichts auf. Schnelles Lauftempo bei hohem Körpergewicht belastet die Achillessehne übermässig. Auch Tempo- und Bergaufläufe üben eine erhebliche Belastung auf die Achillessehne aus, ebenso wie eine kurzfristige Trainingssteigerung und allgemeines Übertraining. Zu steife Schuhe, die eine Verdrehung der Sehne erzwingen, Schuhe mit ungünstig platzierter Fersenkappe und Überpronation sind weitere mögliche Ursachen. Die Folge sind Mikrotraumen (kleinste Verletzungen) und damit einhergehende Vernarbungen, die bei andauernder Fehl- bzw. Überbelastung zum Riss oder gar Abriss der Achillessehne führen können.

Als Ursache für eine Achillessehnenentzündung werden nach einer Studie von Reule und Alt (2011) zusätzlich folgende Faktoren diskutiert: Fußform, mangelnde Durchblutung der Sehne, Alter, Sprunggelenkkinematik und Überpronation.

Die Ursache für chronischen Schmerzen liegt oft in einer verkürzten und verklebten Achillessehne (Achillessehne-Fasern). Dadurch kann sie nicht mehr richtig funktionieren und schmerzt bei Belastung.

 

Langzeitfolgen

  • Wenn die Achillodynie/ Achillessehnenentzündung nicht bei der Ursache behandelt wird, besteht die Gefahr, dass die Entzündung chronifiziert oder die Sehe irgendwann sogar reisst.
  • Die Schmerzen, die duch die entzündete Achillessehne entstehen, verhindern ein natürliches Gehen.
  • Der Betroffene beginnt zu hinken und damit überlastet er automatisch andere Gelenke, wie zum Beispiel den Fuß auf der gesunden Seite, die Knie oder den Rücken.

 

Konventionelle Therapie

  • Regelmässige Dehnung der Wadenmuskulatur
  • Kühlung, z. B. durch Eisbehandlungen
  • Belastungsreduktion
  • Entlastung der Sehne. Sie kann durch eine Absatzerhöhung in ihrer Grundspannung entlastet werden (nur kurzzeitig, da es sonst zu einer Verkürzung führt).
  • Salbeneinreibungen
  • Spezielle Bandagen Injektionen mit Kortison sind unter Ärzten umstritten, weil neben einer guten Wirksamkeit das Risiko eines Sehnenrisses erhöht wird (dieses ist bereits durch die Erkrankung selbst erhöht)
  • Die Stosswellentherapie
  • Sensomotorische Einlagen

 

kybun Wirkungsprinzip – Proaktiv handeln

Wir empfehlen den kyBoot möglichst immer zu tragen. Achillessehnenbeschwerden können dadurch an der Wurzel behandelt werden. So werden erneute Reizungen durch ungünstige Kraftübertragung auf die Sehne verhindert und die Sehne kann nur noch in der Nacht verkleben.

Wenn Sie im kyBoot gehen, wird die Achillessehne bei jedem Schritt mobilisiert. Dadurch werden Verkürzungen und Verklebungen gelöst. Ferner hilft der kyBoot bei der Heilung der Entzündung. Sehnen sind generell schlecht durchblutete Strukturen. Da sich die Achillessehne vom Herz aus gesehen, weit unten befindet, ist sie noch schlechter durchblutet als andere Sehnen.
Durch das Tragen der kyBoot kann der Fuß natürlich abrollen, was die Unterschenkelmuskulatur aktiviert und die Durchblutung der Achillessehne massiv erhöht. Der Schmerzstoff-Abtransport und die Heilung der Achillessehne werden beschleunigt.

 

Erstreaktionen

Spezifische Erstreaktionen bei Achillessehne-Problemen:

Am Anfang kann es gut sein, dass sich Ihre Symptome (Schmerzen) verstärken. Versuchen Sie durchzuhalten, und den kyBoot nur wenn es sehr unangenehm wird, auszuziehen. Je öfter Sie den kyBoot tragen, desto eher kann die Achillessehne regenerieren.

Für allgemeine Erstreaktionen bei kyBounder und kyBoot Neueinsteigern, klicken Sie hier: Erstreaktionen

 

kybun-Übungen

Für Informationen zu den kyBoot Spezialübungen und den kyBounder Grundübungen klicken Sie bitte hier: kybun Übungen

Folgende Anpassungen der Standarddurchführung des Intervall Walkings sind bei Achillessehnenentzündung wichtig:

  1. Einhalten des Wechsels zwischen den beiden Übungen sehr wichtig für die Durchblutung 
    - langsam: Sehne unter Spannung, weniger durchblutet
    - schnell: kürzere, dafür größere Spannung, besser durchblutet
  2. Kurze Schritte machen
    - geringere Belastung der Sehne
  3. Bei langsamer Übung auf präzise Bewegung achten

 

Anwendungstipps

  • Vermeiden Sie langes Stehen im kyBoot/ auf dem kyBounder und bewegen Sie sich möglichst immer (bei Stehender Tätigkeit: Gehen an Ort).
  • Machen Sie nicht zu lange Schritte.
  • Achten Sie sich auf eine aufrechte Körperhaltung.
  • Korrigieren Sie die Fußstellung wenn Sie bemerken, dass Sie seitlich abkippen.
  • Tragen Sie möglichst oft den kyBoot. Integrieren Sie den kyBounder sowie kyBoot in Ihren Alltag.
  • Wenn Sie den Trainingseffekt zu Hause verstärken wollen, ist der kyBounder das ideale Trainingsgerät. Verrichten Sie möglichst viele Hausarbeiten auf dem kyBounder (z.B. Bügeln).
  • Achten Sie sich darauf, dass Ihre Füße (besonders die Achillessehnen) immer warm sind. Das fördert die Durchblutung und den Heilungsprozeß.
  • Dehnen Sie Ihre Wadenmuskulatur mehrfach täglich (das erste Mal morgens nach dem Aufstehen, nachdem Sie sich eingelaufen haben).
  • Speziell am Morgen sollte der kyBoot wenn möglich vom ersten Schritt weg getragen werden, um die nächtlichen Verklebungen am Morgen schonend zu lösen.
  • Versuchen Sie nichts zu erzwingen. Wenn die Schmerzen stärker werden, gönnen Sie der Achillessehne eine Pause und entlasten sie mittels den kybun Übungen.

 

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