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Knieprothese / Knie Endoprothese / Kniegelenksprothese

Kniearthrose kann so weit fortschreiten, das Therapien die Symptome (z.B. Schmerzen) nicht mehr lindern können und nur noch ein Gelenkersatz hilft. Obwohl diese Operation heutzutage routinemäßig durchgeführt wird, handelt es sich um einen großen Eingriff. Nach einer Knie Operation mit Prothese-Implantation muß das Knie sorgfältig rehabilitiert werden, damit die Prothese möglichst lange hält. Gangschulung, Koordinations- und Krafttraining sowie Beweglichkeitsverbesserung sind nur einige Therapiepunkte. Besonders wichtig ist, dass man schädliche Stöße auf das neue Gelenk vermeidet, unter "Anwendungstipps" können Sie mehr dazu lesen.

Die Pensionärin Heidi Sommer hat eine Knieteilprothese. Beim Gehen hat sie so starke Schmerzen, das sie nur noch wenige Schritte machen kann.

 

 

Definition

Eine Knieprothese ist eine implantierte Prothese (Endoprothese), um Funktionen des Kniegelenks und/oder seines Stützapparates nach Funktionsverlust zu ersetzen. Die Knieprothese wird hauptsächlich bei schweren degenerativen Erkrankungen der Gelenke (Kniegelenksarthrosen) und nach Verletzungen des Knies als operative Therapie eingesetzt, um eine schmerzfreie Bewegungsfähigkeit und ggf. zusätzlich auch die Kniegelenksstabilität (bei Bandinstabilitäten) wieder herzustellen. Je nach Schwere der Schädigung werden partielle oder totale Knieprothesen verwendet. Die Knieprothese ist nach der Hüftgelenksprothese die zweithäufigste Endoprothese mit deutschlandweit etwa 175.000 Operationen jährlich.

 

Ursachen

Arthrose kann durch Übergewicht und Überbeanspruchungsschäden, wie sie durch exzessiven Sport oder das Verrichten von körperlicher Schwerarbeit auftreten, verursacht werden. Zu den Ursachen zählen ebenso Veränderungen des Knorpelstoffwechsels im Alter, Stoffwechselstörungen, angeborene Fehlbildungen und erworbene Gelenkdeformierungen, wie sie beispielsweise als Folge von entzündlichen Gelenkserkrankungen oder nach einer Verletzung auftreten können.

Eine weitere Ursache kann jahrelange Fehlbelastung des Kniegelenkes beim Gehen sein (siehe Abb. 1&2). Je größer der Stoß beim Gehen und je unpräziser die Bewegung, desto schneller ist der Knorpelabrieb. Die Hauptursache für die Fehlbelastung der Kniegelenke ist der, von der Natur nicht vorgesehene, hohe Anteil des Sitzens pro Tag in den westlichen Industrienationen. Das stundenlange Sitzen führt dazu, das sich die Hüftbeuger immer weiter verkürzen. Daraus resultierend, kann der Mensch nicht mehr physiologisch korrekt mit aufrechtem Oberkörper gehen. Das wiederum führt zu Überlastung der Nacken- und Rückenmuskulatur sowie der falschen Kniestellung und damit der erhöhten Knorpelabnutzung.

 

Langzeitfolgen

Die durch die Arthrose verursachten Schmerzen können zu Schonhaltungen führen, die dann andere Gelenke und Strukturen des Körpers überlasten und Folgeerkrankungen oder Folgearthrosen verursachen. Ausserdem führt der Schmerz zu weniger Bewegung und wer sich weniger bewegt, legt automatisch an Gewicht zu, was wiederum einen negativen Effekt auf die Arthrose-Beschwerden hat. So kommen viele der von Arthrose Betroffenen in eine Abwärtsspirale. Oberstes Therapieziel ist es wieder aus dieser Abwärtsspirale herauszukommen.

Bei starker Abnutzung des Kniegelenks ist eine Kniegelenksersatz-Operation meistens die letzte Möglichkeit, dem Teufelskreis der Abwärtsspirale zu entkommen und neue Lebensqualität zurückzugewinnen.
Aber Vorsicht, eine Knieprothese nutzt sich, bei falscher Belastung des Körpers/ Knies, schneller ab, als ein natürliches Gelenk. Deshalb ist es, gerade mit Gelenkersatz, wichtig, den Körper schonend zu belasten, damit er nicht wieder in eine Abwärtsspirale gerät!

 

Konventionelle Therapie

Nach einer Knieoperation mit Prothese-Implantation ist eine sorgfältige Behandlung mit Wiederaufbau der Kniemuskulatur erforderlich:

  • Physiotherapie: Reduktion der Schwellung, Koodination und Kräftigung der Muskulatur, Beweglichkeitsverbesserung, Narbenmobilisation u.a.
  • Reduktion des Körpergewichts bei Übergewicht
  • Massage, Wärme-/ Kälteanwendungen
  • Pharmakologische Behandlung

 

kybun Wirkungsprinzip – Proaktiv handeln

kyBounder und kyBoot eignen sich hervorragend, um mehr Bewegung in den Alltag zu bringen und das Knie nach einer Operation wieder aufzubauen – Und das ganz ohne zusätzlichen Zeitaufwand. Die akuten Schmerzen werden zügig gelindert und durch die schonende Belastung der Kniegelenke auf dem weich-elastischen Material, erfährt das noch sensible Knie keine Schläge und die Muskulatur kann sorgfältig aufgebaut werden ohne das "frisch" operierte Knie zu überlasten.

Das weich-elastische Schaumstoffmaterial wirkt wie eine "Knautschzone" und dämpft die Schläge auf die Gelenke beim Gehen und Laufen um ein Vielfaches. Dadurch kann die Schwellung des kürzlich operierten Knies besser abgebaut werden und die Heilung wird unterstützt (sanfte Mobilisation des Kniegelenks-Durchblutungsverbesserung-Reduktion Schwellung).

Es wird wieder angenehmer sich zu bewegen und die Kniebeschwerden lassen meist schon nach wenigen Minuten nach. Wer sich gerne und viel bewegt, hat es viel leichter übermässige Pfunde loszuwerden, was wiederum eine geringere Belastung der Gelenke zur Folge hat. Nahezu alle Arthrose und Knieprothese betroffene Kunden berichten über eine Verbesserung ihrer Schmerzen seit sie einen kyBoot tragen.

Nicht allein die dämpfende Wirkung hilft gegen die Schmerzen. Auf der weich-elastischen Unterlage bleibt man beim Stehen automatisch fortwährend ganz leicht in Bewegung. Beim Stehen und Gehen auf weich-elastischen Materialien muß die tiefenstabilisierende Muskulatur einen wesentlichen Beitrag leisten, um die Gelenke stabil zu halten. Eine kräftige tiefenstabilisierende Muskulatur sorgt für aufgerichtete Haltung und dadurch präzisere Bewegungen in den Gelenken. Bewegungsmangel aufgrund von Schmerzen hat langfristig Muskelschwund zur Folge. Aufgrund dessen kann es schneller zu Überlastungserscheinungen im Kniegelenk kommen. Durch das propriozeptive, sensomotorische und koordinative Training auf instabiler Unterlage können die Gelenke in Belastungssituationen wieder besser stabilisiert werden und das operierte Knie wird weniger schnell abgenutzt. Das Training der tiefenstabilisierenden Muskulatur lässt sich durch das Tragen von kyBoot ganz leicht in den Alltag einbauen.

Achtung! Kurzfristige Wirkungen werden gern mit nachhaltigen Wirkungen verwechselt.

Die durch den kyBoot ausgelösten Anpassungsprozesse im Körper können Monate oder sogar Jahre in Anspruch nehmen. Es ist ein langwieriger Prozess, um eine nachhaltige Veränderung zu erwirken.

Trotzdem spürt man die Wirkung des weich-elastischen Materials auch kurzfristig z.B. durch Lösen von Muskelverspannungen oder Verringerung von Druckstellen. Diese kurzfristigen Wirkungen dürfen aber nicht mit den nachhaltigen Wirkungen verwechselt werden, denn in einer Woche kann der langfristige Anpassungsprozess noch nicht so fortgeschritten sein, dass es spürbar wäre.

Kurzfristige Wirkungen hingegen können genauso schnell wie sie kamen auch wieder verschwinden oder sich sogar in Beschwerden umwandeln, wenn die Pausen anfangs nicht beachtet werden.

Deshalb ist es wichtig zu verstehen, das eine Erstreaktion und das Verringern des positiven Gefühls in den ersten Wochen mit kyBoot nicht bedeutet, dass die kyBoot nicht mehr wirken, sondern das lediglich das kurzfristige Wohlgefühl geringer wird!

Prävention mit kybun

Jeder weiß, das der Körper mit der Zeit Verschleisserscheinungen aufweist und irgendwann Probleme und Beschwerden beim Gehen und Laufen auftreten. Erst bei Beschwerden fangen die meisten jedoch an, ihren Körper bewusst als zerbrechliches und vergängliches Gebilde wahrzunehmen. In den meisten Fällen ist es jedoch schon zu spät und es sind irreversible Schäden an Gelenken wie Knorpelabrieb entstanden.

Daher ist es wichtig nicht erst zu handeln, wenn Schmerzen zu spüren sind oder zunehmen. kyBounder und kyBoot helfen schon in der Jugend die Gelenke zu schonen und Arthroseproblemen vorzubeugen.

 

Erstreaktionen

Spezifische Erstreaktionen bei operiertem Knie mit Prothese-Implantation:

Obwohl das kybun-Training das operierte Gelenk intensiv fordert, kann mit dem kyBoot/ kyBounder Training schon wenige Tage nach der Operation begonnen werden (außer wenn ein Arzt oder Physiotherapeut davon abrät). Wenn die Operation erst kürzlich vorgenommen wurde, ist es wichtig, das Aufbautraining mit kyBoot/ kyBounder langsam zu steigern. Bei zu langer Tragdauer kann es vorkommen, das sich die Schwellung verstärkt oder das Sie sogar vermehrte Schmerzen bekommen. In diesem Fall ist es wichtig, die Tragdauer herunterzusetzten und, vor dem Auftreten der Symptome, eine kurze kybun-Pause einzulegen, damit sich das Knie vom Training erholen kann.

Für allgemeine Erstreaktionen bei kyBounder und kyBoot Neueinsteigern, klicken Sie hier: Erstreaktionen

 

kybun-Übungen

Für Informationen zu den kyBoot Spezialübungen und den kyBounder Grundübungen klicken Sie bitte hier: kybun Übungen

 

Anwendungstipps

Nach einer Knieprothese-Implantation ist es wichtig, schädliche Stößen auf das neue Gelenk zu vermeiden. Achten Sie sich deshalb beim Gehen im kyBoot/ Stehen auf dem kyBounder auf folgende Punkte:

  • Aufrechtes Gehen
  • Keine zu langen Schritte
  • Strecken Sie so gut wie möglich das Kniegelenk in der Standphase (nicht mit Überstrecken zu verwechseln!)
  • Alltag/Freizeit: Möglichst viel im kyBoot laufen oder kyBounder benutzen. Ermüdung beachten > kybun Übungen regelmäßig machen und wenn nötig eine kurze Pausen einlegen.
  • Job: Möglichst wenig Sitzen. Anfangs sitzen und Stehen abwechseln und Ersatzschuhe zum Wechseln mitnehmen
  • Wenn Sie sich im kyBoot auch nach einer Testrunde unsicher/ zu wackelig fühlen, empfehlen wir Ihnen ein kyBoot-Modell der 2. Generation. Diese Modelle haben im Mittelfußbereich einen etwas breitere Sohle, was mehr Stabilität verleiht. Lassen Sie sich von den kyBoot-Fachleuten vor Ort beraten.
  • Wenn auch das 2. Genetations-kyBoot-Modell Ihnen zu instabil ist, raten wir zum kyBounder. Hier können Sie die Dicke wählen wo Sie sich wohl fühlen (je dicker, desto instabiler, desto Trainings-intensiver). Zusätzlich kann man sich an einem festen Gegenstand festhalten, was gerade am Anfang nach der Operation hilfreich sein kann, bis man wieder das Vertrauen in das Knie zurückgefunden hat.
  • Bei künstlichen Knien sind präzise Bewegungen essenziell. Achten Sie sich auf genaue Bewegungen und machen Sie bei Ermüdung oder Schwäche unbedingt eine Pause. Ein seitliches Abkippen auf dem weich-elastischen Material muß korrigiert werden, damit der Fuß und das Knie achsengerecht belastet werden. Lesen Sie mehr dazu unter "seitliches Abkippen".
  • Wenden Sie sich an einen kybun-Händler ihres Vertrauens, wenn Sie weitere Fragen haben, sich unsicher fühlen oder sich die Schmerzen im kyBoot, trotz befolgen der Tipps, nicht verbessern.

 

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